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8. September 2010
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- 13.07.10

Innovatives Wirkprinzip von Denosumab bereichert antiosteoporotische Therapie

Die Osteoporose hat längst die Dimension einer Volkskrankheit erreicht. Doch trotz gut wirksamer Medikamente für Prävention und Therapie ist die Situation insgesamt wenig zufriedenstellend. Das mag zumindest partiell daran liegen, dass die Compliance der Betroffenen sehr zu wünschen übrig lässt. So zeigte die GRAND1-Studie mit rund 82.000 Teilnehmern, dass orale Bisphosphonate nach einem Jahr nur noch von 30% eingenommen werden, beklagte Prof. Peyman Hadji, Marburg. Dabei ist sattsam bekannt, dass eine gute Compliance die Frakturrate nach zwei Jahren um 26% senkt. Daher sind Anwender-freundliche Alternativen gefragt, die eine hohe Therapietreue ermöglichen.

Dieses Kriterium erfüllt der voll humane Antikörper Denosumab (Prolia®), von dem nur alle sechs Monate 60 mg subkutan zu injizieren sind. Denosumab ist der erste zugelassene Vertreter eines innovativen Wirkprinzips: der Hemmung des RANK2-Liganden. Der Wirkstoff bindet und inaktiviert spezifisch den RANK-Liganden und inhibiert somit die Osteoklasten, bevor sie den Knochen erreichen. Laut Professor Lorenz Hofbauer, Dresden, fungiert der RANK-Ligand als „zentraler Mediator für Bildung, Funktion und Überleben der knochenabbauenden Osteoklasten.“

Dass die über 15 Jahre entwickelte innovative Substanz die Therapie der Osteoporose wieder einen großen Schritt voranbringt, stellte die FREEDOM3-Studie eindrucksvoll unter Beweis. Die 7.868 Patientinnen mit postmenopausaler Osteoporose, von denen beinahe jede vierte bereits eine vertebrale Fraktur durchgemacht hatte, erhielten zweimal jährlich 60 mg Denosumab subkutan oder Placebo. Nach drei Jahren hatte sich das Risiko neuer vertebraler Frakturen unter Verum gegenüber Placebo um 68% zurückgebildet, berichtete Professor Dieter Felsenberg, Berlin. Zudem hatte das Risiko von Hüftfrakturen um 40% und das von nicht vertebralen Frakturen um 20% abgenommen.

Quelle: journalMED


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