Anzeige
23. November 2017
Service  -  Impressum   
 

- 8.11.17

Neue auf ECTRIMS vorgestellte Daten heben positives Nutzen-Risiko-Profil von Mavenclad bei RMS

Neue, auf der ECTRIMS vorgestellte Daten heben positives Nutzen-Risiko-Profil von Mavenclad bei schubförmiger Multipler Sklerose hervor:
- Daten legen nahe, dass Mavenclad den Anteil an Patienten ohne nachweisbare Krankheitsaktivität im Vergleich zu Placebo signifikant erhöhen könnte
- Auswertung der Sicherheitsdaten von 10 000 Patientenjahren ermöglicht weitere Charakterisierung des Sicherheitsprofils
- Weitere Daten weisen auf relative Selektivität von Mavenclad bezüglich des adaptiven Immunsystems hin

Merck, hat im Rahmen von ECTRIMS und ACTRIMS in Paris (MSParis2017) positive Nutzen-Risiko-Daten zu seiner kürzlich zugelassenen Multiple-Sklerose-Therapie MAVENCLAD (R) (Cladribin-Tabletten) bekannt gegeben. Eine Post-hoc-Analyse von Subpopulationen mit hoher Krankheitsaktivität der zweijährigen CLARITY-Studie bestätigte, dass MAVENCLAD den Anteil von Patienten ohne nachweisbare Krankheitsaktivität (NEDA) im Vergleich zu Placebo signifikant erhöhte (43,7 % gegenüber 9,0 %). Diese Analyse steht in Einklang mit den Ergebnissen, die mit der breiter gefassten Patientenpopulation von CLARITY ermittelt wurden, und bestätigt die Wirksamkeit von MAVENCLAD zur Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose.

Eine brandaktuelle Sicherheitsanalyse von Patienten mit bis zu achtjähriger Nachverfolgung aus den Kohorten (3,5 mg/kg) der Studien CLARITY, CLARITY EXTENSION und ORACLE-MS sowie dem PREMIERE-Register bestätigte ebenfalls, dass sich trotz des Ungleichgewichts von Malignitätsfällen in placebokontrollierten Studien die Gesamtinzidenz maligner Erkrankungen bei mit MAVENCLAD (3,5 mg/kg) behandelten Patienten nicht signifikant von der Inzidenz in der entsprechenden GLOBOCAN-Vergleichspopulation unterschied (0,97, 95 % KI 0,44 – 1,85). Die gepoolten Sicherheitsanalysen ergaben eine Malignitätsinzidenz pro 100 Patientenjahren von 0,293 für MAVENCLAD (95 % KI 0,158 - 0,544) gegenüber 0,148 (95 % KI 0,048 - 0,460) für Placebo. Die Inzidenz maligner Erkrankungen im Studienarm unter MAVENCLAD blieb nachweislich konstant und erhöhte sich nicht im Laufe der Zeit im Gegensatz zu Placebo.

„MAVENCLAD zeigt ein positives Nutzen-Risiko-Profil in den Sicherheits- und Wirksamkeitsanalysen“, sagte Professor Olaf Stuve, Department of Neurology and Neurotherapeutics am UT Southwestern Medical Center in Dallas (USA). „Die auf jeweils separaten Postern vorgestellten Daten zeigen, dass die Wirkung des Medikaments auf Lymphozyten moderat ist, mit einem stark differenzierten Effekt auf unterschiedliche Untergruppen von Lymphozyten. Während wir unsere Erkenntnisse über die qualitative Wirkung von MAVENCLAD auf die adaptive Immunantwort bei MS noch vertiefen müssen, weisen diese Ergebnisse auf die selektive Wirkweise des Medikaments hin, die zu seiner bislang einzigartigen Dosierung beitragen könnte.”

Weitere auf der MSParis2017 vorgestellte Daten zu MAVENCLAD zeigten Folgendes:

- Eine detaillierte Sicherheitsanalyse der Studien CLARITY, CLARITY EXTENSION und ORACLE-MS sowie dem PREMIERE-Register deckte sich mit den Befunden vorausgegangener integrierter Sicherheitsanalysen und zeigte eine erhöhte Infektionsinzidenz nur während Phasen mit schwerer (Grad3/4) Lymphopenie gegenüber Zeiträumen außerhalb dieser Phasen. Allerdings verliefen bis auf zwei dieser Infektionen alle leicht bis mittelschwer und waren nicht schwerwiegend. Die Infektionsarten waren grundsätzlich ähnlich während dieser Phasen. Lymphopenien Grad3/4 traten selten auf.

- Eine Analyse von T-Zell-Subpopulationen der Studie ORACLE-MS lieferte eine detaillierte Bewertung der Veränderungen, die im adaptiven Immunsystem nach Behandlung mit MAVENCLAD auftreten. Im Speziellen wurde eine moderate und selektive Reduzierung der CD4+-T-Zellen um bis zu 63 % im Vergleich zum Ausgangswert (Baseline) belegt. Dabei traten die größten Reduzierungen der absoluten Zellzahlen in Woche 13 nach Behandlung bei Effektor-Gedächtniszellen auf (54 %) und in Woche 24 bei zentralen Gedächtniszellen (63 %) bei vergleichbaren oder leicht erhöhten Konzentrationen dieser CD4+-Zelltypen in Woche 48.

- Eine Analyse der Neutrophilen und Monozyten von Patienten der Studien CLARITY oder CLARITY EXTENSION einschließlich des Zeitraums der Nachverfolgung im PREMIERE-Register zeigte, dass der Effekt der MAVENCLAD-Behandlung auf diese Untergruppen von Immunzellen der angeborenen Immunabwehr relativ gering war im Vergleich zu Patienten unter Placebo-Behandlung.

„Die Daten belegten eine Reduzierung der B- und T-Zellen, die für die Pathogenese der MS als wichtig erachtet werden, gefolgt von einer schrittweisen Rekonstitution der adaptiven Immunfunktion bei einer durchweg nur relativ geringen Auswirkung auf die angeborene Immunfunktion”, sagte Dr. Andrew Galazka, Senior Vice President und Global Program Leader für MAVENCLAD bei Merck. „Diese wichtigen Daten liefern weitere Einblicke darüber, wie MAVENCLAD auf das Immunsystem von Patienten mit MS einwirkt. Mit einem zum Zeitpunkt der Markteinführung beispiellosen klinischen Programm zu MS, das über 10 000 Patientenjahre umfasst, bietet die MAVENCLAD-Datenbank für Ärzte und Patienten, die diese Therapie in Betracht ziehen, wichtige Daten bezüglich Sicherheit, Wirksamkeit und Wirkweise.”

Quelle: Merck Serono GmbH; Dr. Stefan Granzer


zurück zur Newsübersicht
zurück zur Gesundheitsnews-Suche